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Prophylaxe
(Vorbeugung)

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Die Zahnheilkunde gilt als eines der wenigen medizinischen Fachgebiete, in denen die Zusammenhänge zwischen den Ursachen der wesentlichen Erkrankungen und den Maßnahmen zu ihrer sicheren Vermeidung bekannt sind. Das heißt, daß mit entsprechenden vorbeugenden Maßnahmen und Verhalten eine nahezu 100%ige Vermeidung von Schäden möglich ist. Nur ein sehr geringer Teil der Erkrankungen ist tatsächlich erblich bedingt. Der oft gehörte Satz "Ich habe meine schlechten Zähne von meiner Mutter / meinem Vater geerbt" trifft daher so gut wie nie zu. "Vererbt" werden die mehr oder weniger gute Zahnpflege, das Ernährungsverhalten sowie - ganz schlicht - die Bakterien, welche Karies und parodontale Erkrankungen auslösen können (durch Infektion im Babyalter, z.B. Ablecken des Breilöffels durch die erkrankte Mutter !).

Eine sinnvolle Prävention (Verhütung von Schäden) und Prophylaxe (Vorbeugung) in der Zahnheilkunde sollte - lebenslang begleitend - die eigenen Bemühungen zum Zahnerhalt (ohne die es nicht geht !) unterstützen und immer wieder dazu motivieren, indem Schwachstellen aufgedeckt werden und Anleitung zu ihrer Überwindung gegeben wird. Geeignete zahnärztliche diagnostische und therapeutische Maßnahmen kommen ergänzend hinzu.

Zahnmedizinische Prävention beginnt bereits mit der Beratung der werdenden Mutter, setzt sich fort mit der individuellen Betreuung im Kleinkindalter (Stichworte: Zahnpflege ab dem ersten durchgebrochenen Zahn, Gefahr durch "Nuckelflaschen- Karies", Stürze auf Zähne und Kiefer), wird durchgeführt als Gruppenprophylaxe im Kindergarten (Erlernen des kindgerechten Umganges mit der Zahnbürste: "Was Hänschen erlernt, verlernt Hans nimmermehr !") und in der Schule (Reihenuntersuchung, Remotivation zur Pflege, Biologie der Zähne), schließlich - am effektivsten und umfassendsten - als Individualprophylaxe in der Zahnarztpraxis bei Jugendlichen und Erwachsenen.

Neben dem Zahnarzt/der Zahnärztin leisten auch Kieferortho- päden/-innen einen präventiv wichtigen Beitrag, weil sie Fehlstellungen von Zähnen und Kiefer beheben, welche Zahnreinigung oder Lautbildung erschweren können, sowie Fehlbelastungen korrigieren, die zu vorzeitigem Verschleiß oder Lockerung der Zähne führen. Die Zusammenarbeit mit HNO-Ärzten ist häufig erforderlich um von der ungünstigen Mundatmung auf Nasenatmung umzustellen, wenn Polypen den Luftstrom behindern. Schließlich wird auch darauf geachtet, daß schädliche Gewohnheiten (Lutschen, Nägelkauen) zeitig abgestellt werden.

In die Kompetenz der Zahnmediziner fallen auch Fragen zur zahnschonenden Ernährung (die auch sonst dem Menschen gut tut !) und zu Getränken, deren Einfluß auf die Zahngesundheit nicht unterschätzt werden sollte.

Prophylaxe hat Zukunft - das hat sich inzwischen herumgesprochen. Sie ist zwar nicht zum Nulltarif zu bekommen, denn sie fordert einen zeitlichen Einsatz und Konsequenz bei der häuslichen Zahnpflege, und nur wenige zahnärztlichen Prophylaxe-Leistungen sind auch für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen ohne Eigenbeteiligung, aber sie kann auf längere Sicht die Kosten eines teuren Zahnersatzes ersparen. Die Fortschritte in der Prophylaxe zeigen sich bereits deutlich in der seit Jahren stetigen Zunahme naturgesunder Zähne bei Kindern und Jugendlichen.

Wenn Sie den Wunsch haben, mehr über Prophylaxe und präventive Zahnheilkunde zu erfahren, auch wenn bereits Schäden eingetreten sind, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Zahnarzt. Er hat die Erfahrung und kennt die Möglichkeiten, die Ihnen am besten weiterhelfen. Denken Sie auch an Ihre Kinder und Enkel, denen man leidvolle Erfahrungen mit Zahnschmerzen ersparen kann und die so ein gutes und unverkrampftes Verhältnis zu "ihrem Doktor" entwickeln, denn "Vorbeugen ist besser als Bohren " !   (ZANO)


 


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